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19. Oktober 2017

Persönliche Empfehlungen machen sich bezahlt


Daddy-Blogger Constantin über die Kostbarkeit der Zeit, gut gemeinte Ratschläge meiner Eltern – und warum manche Empfehlungen erst mit der Zeit wertvoll werden.


Kommt Zeit, kommt Rat! Wer kennt das nicht: man hat sich etwas in den Kopf gesetzt – ein bestimmtes Auto, eine neue Spiegelreflexkamera oder eine teure Uhr, und würde am liebsten all diese Dinge Hals über Kopf realisieren. Und zwar am besten gleichzeitig. Wenn es aber dann um die finanzielle Umsetzung all dieser Wünsche und Träume geht, kommt nicht selten die Ernüchterung.


Das war auch bei mir nicht anders. Frei nach dem Motto „was kostet die Mathias Kamera Welt“ habe ich mir eher wenig Gedanken über Geld gemacht – auch nicht über Rücklagen und schon gar nicht über nachhaltige Investitionen. Geändert hat sich das schlagartig, als ich eine Familie gegründet habe. Ich wollte plötzlich etwas schaffen, meinen Kindern später mal was hinterlassen können. Und da waren sie wieder: die gut gemeinten Ratschläge meiner Eltern. Plötzlich ergaben ihre Worte Sinn: find’ ein nettes Mädchen, bau’ ein Haus, pflanz’ einen Baum, etc.

 

Nun, ich fand mein Mädchen. Wir haben ein Haus gebaut, 2 Bäume gepflanzt und in dieser Zeit ist mir bewusst geworden, dass man leider keine Zeit kaufen kann, dass es gut tut einen aufrichtigen Bankbetreuer zu haben, aber noch mehr: wie wichtig mir der Rat meiner Eltern und Schwiegereltern ist.

 

Was waren die besten Empfehlungen, die du als junger Vater bekommen hast?

DMathias er wohl wichtigste Rat war, dass ich soviel Zeit wie nur möglich mit meinen Kindern  verbringen soll. Die Zeit vergeht wie im Flug, und die Kleinen wachsen und entwickeln sich in einem Tempo, dass einem manchmal schwindelig wird. Und nach 3,5 Jahren mit Ella kann ich das nur bestätigen. Das war übrigens ein Rat, den ich nicht nur von der Familie bekommen habe, sondern auch von vielen Freunden, flüchtigen Bekannten und sogar Fremden. Ein anderer Rat, den ich mir sehr zu Herzen genommen habe, kam von unserem Bankbetreuer. Er hat immer gesagt „übernimm dich finanziell nicht – du musst noch schlafen können“. Dafür bin ich ihm heute noch dankbar.

 

Was waren die schlechtesten Empfehlungen, die du als junger Vater bekommen hast?

Oh, da gab es einige fragwürdige Empfehlungen à la „du musst das Baby schreien lassen, sie testet nur wie weit sie gehen kann“, oder „trag das Baby nicht ständig im Arm, sonst will es nur getragen werden“.

 

Deine fünf besten Empfehlungen für Eltern bzw. junge Familien:

  • Genießt die Zeit mit euren Kindern. Sie vergeht viel zu schnell! Und vor allem schafft Zeit für eure Kids.
  • Macht nur, was sich für euch richtig anfühlt. Es wird immer jemanden geben, der es besser weiß, oder anders machen würde, aber letztlich muss sich eure Entscheidung für euch gut anfühlen – und nicht für jemand anderen.
  • Nehmt euch Zeit zu zweit, und wenn es nur eine Serie ist, die man dann wöchentlich gemeinsam schaut. Vergesst nicht, dass es vor der Drei- oder Viersamkeit  auch eine Zweisamkeit gab.
  • Beim Kauf von Spielzeug kann ich nur empfehlen auf Funktionalität zu achten. Wenn Spielzeug außer Lärm machen nichts kann, verlieren Kinder schnell das Interesse daran. Ich rate eher zu tollen Puzzles, Duplosteinen oder einer Tut Tut-Autobahn – da haben Kinder langfristig gesehen mehr Freude.
  • Bindet eure Kinder in den Alltag ein. Wir haben zum Beispiel Kinderbacksets besorgt und Kinderschürzen. Sie lieben es in der Küche zu werkeln, wie die Großen. Im Garten haben die Kids ihren eigenen Schubkarren, Rechen, Schaufeln und kümmern sich um ihr Erdbeerbeet. Kinder wollen einfach dazu gehören und das ist gut so.

 


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