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10. Februar 2017

Früh übt sich – wie Sie Ihrem Kind spielerisch das Sparen näherbringen.


Süßes oder kleine Spielsachen aus dem Kaugummiautomaten kaufen Kinder oft schon alleine. Denn sie wissen bereits, dass man für Waren zahlen muss. Die Wichtigkeit des Sparens ist den Kleinsten unter uns allerdings oftmals nicht wirklich bewusst. Woher auch? Denn Vorgänge, in die ein Kind keinen Einblick hat, können klarerweise auch kaum oder gar nicht verstanden werden. Die Sicht eines Kindes auf Finanzen ist verständlicherweise eine recht einfache: „Wer Geld braucht, geht einfach zum Geldautomaten.“


Einem Kind im Alter von 4 oder 5 Jahren, kann man allerdings ruhig näher erklären, wie wichtig Sparen ist und dass man Geld zuerst verdienen muss, bevor man es sich von der Bank oder dem Geldautomaten holt. Wir geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Ihrem Kind das Sparen auf spielerische Art vermitteln.

 

Sparen ist nicht nur reine Willenssache. Auch kognitive Voraussetzungen müssen gegeben sein. Wichtig ist, dass Kinder Verständnis für „Versuchungen“ verschiedener Art entwickeln. Das bedeutet, dass sie begreifen, warum die Wahl zwischen einem sofortigen oder auf später verschobenen Kauf schwierig sein kann. Hier ist es vor allem auch wichtig, dass ein Kind eigene Strategien entwickelt, wie es einem Kaufimpuls widerstehen kann. Es gab beispielsweise eine Versuchsreihe, bei der man Kinder vor die Wahl stellte: Entweder gab es sofort eine Süßigkeit, oder sie warteten eine gewisse Zeit und bekamen dann doppelt so viel. In der Psychologie spricht man hier von Belohnungsaufschub. Geduld oder gar Verzicht ist auch beim Thema Sparen ein wichtiger Faktor, da es schlussendlich darum geht, sich erst einzuschränken, um später mehr zu haben.

 

So macht Sparen Spaß:

 

Wunschzettel

Kinder denken mit 4 oder 5 Jahren noch sehr abstrakt. Daher ist es wichtig, ihnen das Prinzip des Sparens zu veranschaulichen. Das funktioniert am besten mit einem Wunschzettel. Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein Ziel fest – beispielsweise ein Spielzeug – und erstellen Sie zusammen einen Plan. Wie lange wird es dauern, bis das Ziel erreicht ist und wie viel Geld muss dafür regelmäßig zur Seite gelegt werden. Dadurch entsteht vor allem Motivation und auch Vorfreude. Empfehlenswert ist zudem auch, eventuell mit einem kleineren Ziel anzufangen, um die Wartezeit darauf zu verkürzen. Maximal drei Monate sollte das Ziel entfernt liegen. Dadurch lernt das Kind Wartezeiten besser abzuschätzen. Je älter das Kind wird, desto länger können dann auch die Zeiträume zum gesetzten Sparziel werden.


 Sparen erlebbar machen

Das Ziel steht fest, jetzt wird darauf hingespart. Mit Hilfe einer Spardose kann Ihr Kind dem Geld beim Wachsen zusehen und verspürt dadurch regelmäßig ein Erfolgserlebnis, da es seinem Sparziel immer näherkommt. Am besten basteln Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine Spardose. Hierfür eignen sich durchsichtige Gefäße oder Behälter, auf dem sie das Sparziel auch visualisieren. Das kann entweder ein Foto oder eine Zeichnung des gesetzten Ziels sein. Um den Fortschritt zu visualisieren, können Sie auf das Foto auch immer Balken zeichnen, wenn beispielsweise ein Zehntel, Viertel oder die Hälfte des Ziels erreicht wurde. Dadurch bekommt Ihr Kind ebenfalls ein besseres Gespür, wie viel noch fehlt, bzw. wie lange es noch sparen muss.

 

​​​​​​​Durch diese einfachen Tipps wird für Kinder Sparen zu etwas Positivem und nicht als rein trostloser Verzicht gesehen. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind, wenn es älter ist, ebenfalls einen Teil seines Geldes spart und so einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld erlernt. Denn es hat bereits früh erkannt, dass man, wenn man spart, sein Ziel erreichen kann.

 

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