Filter
16. Februar 2017

Aus Alt mach Neu 


Keine Miete mehr bezahlen und endlich vollkommen unabhängig sein – ein eigenes Haus hat schon viele angenehme Vorteile. Aber abgesehen vom Neubau oder Fertigteilhaus, gibt es auch die Möglichkeit ein älteres Haus zu kaufen und es zu sanieren. Welche Punkte dabei beachtet werden müssen, beleuchten wir in diesem Blogbeitrag näher.


Ein großer Vorteil beim Erwerb eines älteren Hauses ist natürlich, dass man wesentlich schneller einziehen kann, als bei einem Neubau. Gerade für Familien mit Kleinkindern ist das nicht selten ein entscheidender Grund für einen Kauf, da nicht nur Zeit, sondern auch viel Stress gespart wird.


Lohnt es sich, ein Haus zu sanieren?

Grundsätzlich ist der Kauf nur dann lohnenswert, wenn die Sanierung immer noch günstiger als ein Neubau kommt. Im worst case muss man eine Immobilie aufgrund von Baufälligkeit komplett abreißen und neu aufbauen. In diesem Fall müsste man nicht nur für den Abriss selbst, sondern auch die professionelle Entsorgung aufkommen. Um wirklich sicher zu gehen, ob sich ein Kauf lohnt, ist die richtige Kalkulation nötig. Dabei sollten Sie unbedingt folgende Punkte beachten:

Dabei sollten Sie unbedingt folgende Punkte beachten:

  • Den Kaufpreis der Immobilie
  • Nebenkosten (Eintrag ins Grundbuch, Notar, Makler, etc.)
  • Kosten für die Sanierung
  • Ein Puffer für unvorhergesehene Kosten


Doch bevor ein Objekt gekauft wird, sollte man dieses von vorne bis hinten genauestens inspizieren, um den Wert zu ermitteln.


Den Wert genau einschätzen

Den Wert einer alten Immobilie einzuschätzen ist nicht gerade leicht. Oft macht ein Haus objektiv betrachtet einen optisch einwandfreien Eindruck und erst bei genauerem Betrachten treten diverse Mängel ans Tageslicht. Daher ist es wichtig, die Immobilie nicht nur einmal genau unter die Lupe zu nehmen, sondern sie mehreren Besichtigungen zu unterziehen. Selbstverständlich wird bei Vielen das technische Wissen kaum ausreichen, um den Zustand korrekt einzuschätzen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, einen oder auch zwei Fachmänner zu Rate zu ziehen.

 

Achten Sie dabei nicht ausschließlich nur auf das Haus selbst, sondern auch auf die Umgebung. Ein Haus kann vor 20 Jahren in einer ruhigen Lage gebaut worden sein und plötzlich ist eine Autobahn in unmittelbarer Nähe. Infrastrukturelle Faktoren wie eine gute Anbindung an das Straßennetz oder die öffentlichen Verkehrsmittel sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Genauso wie Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, etc.


Was sollte man im und am Haus überprüfen?

  • Sind alle nötigen Anschlüsse vorhanden und entsprechen diese auch den Standards?
  • Gerade Heizungs-, Kanal-, und Wasseranschlüsse sind maßgeblich, da eine Sanierung dieser oftmals mit hohen Kosten verbunden ist.
  • Ist ein solides Fundament gegeben?
  • Sind Risse in den Wänden zu erkennen?
  • Sind die Wände trocken oder gibt es Spuren von Schimmel?
  • Gab es schon einmal Wasserschäden, bzw. besteht die Gefahr, dass Grundwasser in die Kellerräume eintritt?
  • Wurden schädliche Baustoffe wie Asbest verwendet?
  • Sind Fenster und Türen ausreichend gedämmt und schützen vor Lärm?
  • Wie ist der allgemeine Zustand des Dachs? Ist es absehbar, ob und wann es erneuert werden muss?
  • Welche Wände sind tragend und welche nicht? Lässt sich der Wohnraum auch wirklich nach Ihren Vorstellungen gestalten?
  • Ist die Möglichkeit für ein eventuelles zweites Bad oder WC gegeben?

Selbstverständlich kann eine Immobilie nicht von oben bis unten komplett saniert werden, da man sonst gleich einen Neubau in Betracht ziehen könnte. Somit ist es wichtig, dass man sich auf bestimmte Bereiche konzentriert, die gegebenenfalls saniert gehören. 


Die häufigsten Elemente bei einem älteren Haus sind dabei:

  • Türen, Fenster und Böden
  • Dach
  • Bad und WC
  • Dämmung und Isolierung
  • Heizungssystem
  •  Elektrik

Im Zuge einer Sanierung bietet es sich auch oftmals an, nachhaltige Maßnahmen zu setzen. Beispielsweise in Form einer Photovoltaikanlage oder anderen Möglichkeiten, alternative Energie zu nutzen. In diesen Fällen ist aber ebenfalls die Expertise eines Fachmanns gefragt, um vor allem auch die Kosten, die sich durch die nachhaltige Energiegewinnung amortisieren sollen, zu ermitteln.


Kosten beim Sanieren senken

Natürlich kann man auch beim Sanieren die Kosten etwas schmälern. Etwa indem man kleinere Arbeiten selbst in Angriff nimmt, oder diverse Angebote vergleicht und gegebenenfalls auch Ausschussware mit minimalen Beschädigungen (zum Beispiel bei Böden) in Kauf nimmt. Wichtig ist auch, sich vorab über diverse Förderungen zu informieren und zu prüfen, ob Sie Anspruch darauf haben.


Noch weitere Fragen? Unser MEIN DAHEIM Finanzierungsteam der BAWAG P.S.K. unterstützt Sie und hilft Ihnen mit nützlichen Tipps und Tools  Ihren Traum vom Wohnen zu realisieren.  


Mehr laden