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22. Januar 2021

Die Pensionslücke - Was Sie wissen sollten


Was versteht man eigentlich unter “Pensionslücke” und wie kann man sich darauf vorbereiten?

Mit diesem Beitrag möchten wir Ihnen noch mehr Hintergrundwissen liefern, das Sie dabei unterstützt, einem Schreck durch einen Einkommensverlust bei Pensionsantritt vorzubeugen.

 

Pensionsvorsorge ist ein Thema, das für uns in jungen Jahren oft noch keine große Rolle spielt. Doch je früher man beginnt, sich finanziell für die Pension vorzubereiten, desto sorgloser gestaltet sich der Ruhestand. Um zu verstehen, warum das so ist, schadet es nicht, das System hinter Pensionen zu verstehen.


Wie funktioniert das österreichische Pensionssystem?

Unsere Pensionen werden nach dem so genannten „Umlageverfahren“ finanziert, auch bekannt als „Generationenvertrag“. Dadurch zahlen alle aktiv Berufstätigen Pensionsversicherungsbeiträge ein, die nicht für sie selbst angespart, sondern direkt auf alle derzeitigen Pensionsbezieher “umverteilt” werden. Damit stößt unser Pensionssystem zwangsläufig an seine Grenzen der Belastbarkeit. Denn einer sinkenden Anzahl an Erwerbstätigen steht eine stetig steigende Zahl staatlicher Pensionsempfänger gegenüber. Ohne tiefgreifende Reformen wird bereits im Jahr 2030 laut fundierten Studien ein Pensionist auf einen Erwerbstätigen kommen.


Quelle: Versicherungsjournal, 30.09.2011


Was ist das „Pensionskonto“?

Mit der Pensionsharmonisierung 2005 wurde in Österreich ein einheitliches Pensionssystem geschaffen: das so genannte Pensionskonto. Für alle ab dem 1. Jänner 1955 geborenen Frauen und Männer wurde ein Pensionskonto eingerichtet, aus dem der bereits vorhandene Betrag für die künftige Pension ersichtlich ist, der sich aus den bisher geleisteten Beiträgen aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit ableitet. Daher führt jede Beitragszahlung eines Versicherten oder des Staates zur Erhöhung dieses Betrages. Auch Beitragsgrundlagen durch andere Versicherungszeiten, wie z.B. Kindererziehung oder Arbeitslosengeld, werden zusammengezählt und mit allen Beitragsgrundlagen eines Jahres addiert. Beamte verfügen ebenfalls über ein Pensionskonto. Ihr persönliches Pensionskonto können Sie über Ihren FinanzOnline Zugang einsehen.

Im österreichischen Pensionssystem gilt die Formel “80/65/45″. Wer mit 65 Jahren und 45 Versicherungsjahren in Pension geht, soll 80 Prozent seines durchschnittlichen Erwerbseinkommens als Pension erhalten. Anspruch auf Alterspension haben Frauen mit Vollendung des 60. Lebensjahres. Bei Männern gilt die Vollendung des 65. Lebensjahres als Regelpensionsalter. Ab dem Jahr 2024 erhöht sich das Regelpensionsalter allerdings für Frauen jährlich um 6 Monate bis auf 65 Jahre im Jahr 2033.


Und was ist jetzt die „Pensionslücke“?

Die “Pensionslücke” ist die tatsächliche Differenz zwischen Aktiveinkommen und staatlicher Pensionsleistung und ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Neben den häufig besprochenen Faktoren wie z.B. Versicherungszeiten und Pensionsantrittsalter ist natürlich auch die Art des Aktiveinkommens ausschlaggebend. Denn bei einem prämien- bzw. trinkgeldabhängigen Beruf wird die Pensionslücke wesentlich größer ausfallen als z.B. bei einem Beamten.

Dazu ein Beispiel:


*alle Angaben netto

Quelle: Versicherungsjournal, 30.09.2011


Ein ASVG-Versicherter (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz) mit einem Jahresletztbezug in Höhe von
€ 42.000,- netto hätte bei Pensionsantritt im Jahr 2011 € 23.375,- jährlich erhalten, im Vergleich dazu wären es im Jahr 1989 noch € 30.392,- jährlich gewesen. Das ergibt eine jährliche Pensionslücke in Höhe von € 18.625,-, was einer Differenz von 43% auf Basis des Letztbezugs von € 42.000,- entspricht.


Wie hoch wird meine voraussichtliche Pensionslücke sein?

Mit unserem Online Pensionslückenrechner können Sie einfach und schnell einen Richtwert für Ihre persönliche Pensionslücke ermitteln.

Beachten Sie, dass die Ergebnisse auf vereinfachten Modellannahmen basieren, d.h. es sind Abweichungen zu den tatsächlich eintretenden Pensionshöhen oder Pensionslücken zu erwarten. Die Berechnung dient Ihnen als erste Orientierung für eine ungefähre Größenordnung des Vorsorgebedarfs. Die tatsächlichen und die zukünftig zu erwartenden Beträge können Sie beim zuständigen Sozial- bzw. Pensionsversicherungsträger einholen!


Wie kann ich mich finanziell optimal auf die Pension vorbereiten?

Unsere BAWAG P.S.K. MitarbeiterInnen stehen Ihnen für eine individuelle Beratung zum Thema Pension gerne zur Verfügung. Informieren Sie sich vorab über aktuelle Produkte rund um die Pensionsvorsorge oder vereinbaren Sie doch einfach einen Termin in Ihrer nächstgelegenen BAWAG P.S.K. Filiale. Wir helfen Ihnen gerne weiter, wenn es um Ihre finanzielle Zukunft geht.

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