Der Dorothea-Neff-Preis 2015/16 macht Theater!

Die von der BAWAG P.S.K. gestiftete Dorothea-Neff-Preisverleihung der Saison 2015/16, die am 30.5.2016 im Wiener Volkstheater stattfand, war von einem Wechselbad der Gefühle gekennzeichnet. Während der Aufführung „Iwanow“ entführte das Ensemble die Zuschauer in den turbulenten und sorgengeplagten Alltag des gleichnamigen Titelhelden, der unter der Last seiner privaten Tragödien zusammen zu brechen scheint. Gleich im Anschluss durfte sich unter anderem „Iwanows Gattin“, Stephanie Reinsperger, über den Dorothea Neff-Preis freuen, der in diesem Jahr nach einem neuen Auswahlmodus vergeben wurde. Den „Mitten im Leben-Preis der BAWAG P.S.K. für herausragendes humanitäres Engagement“ erhielt das Crowdfunding-Projekt „Familien-Lotse”, welches Familien unterstützt, in denen ein Kind an Krebs erkrankt ist.

Dr. Beate Winkler und der selbsternannte „Theaternarr“ Helmut Mayer führten die Zuschauer durch eine emotionsgeladene Preisverleihung. Nachdem das Publikum dem von Leid und Liebe geplagtem Iwanow gefolgt ist, den Jan Thümer zum Besten gab, durften sie den überglücklichen Dorothea-Neff-Preis Gewinnern bei der Preisübergabe zusehen. Dieser zeichnet die beliebtesten und erfolgreichsten KünstlerInnen des Volkstheaters aus und ist nach der österreichischen Schauspielerin Dorothea Neff benannt.

Freudenstrahlen bei der Dorothea-Neff-Preisverleihung

Der mit € 3.000,- dotierte Dorothea-Neff-Preis wurde auch in diesem Jahr in vier verschiedenen Kategorien verliehen. Anders als in den Vorjahren, stimmten heuer der „Freundeskreis Volkstheater“ und Angehörige nahestehender Publikumsgruppen des Volkstheaters, über die Gewinner ab. Die Jury zeichnete Yael Ronen für ihre Regiekünste bei „Hakoah Wien“ und „Lost and Found“ mit dem Preis für „die beste Regieleistung“ aus. „Die beste schauspielerische Leistung“ lieferte Stefanie Reinsperger nicht nur in „Iwanow“, sondern auch in „Fasching“, „Selbstbezichtigung“ und vielen weiteren Theaterstücken. Über den Preis für „die beste schauspielerische Nachwuchsleistung“ durfte sich Sebastian Klein freuen. Er bewies sein junges Talent unter anderem in „Hakoah Wien“, „Lost and Found“ und „Romeo und Julia“. Den Preis für „die beste Bühnenleistung“ nahmen gleich mehrere Paar Hände entgegen: Dieser ging an das Kinder-Ensemble in „Der Junge wird beschnitten“. Abschließend wurde durch eine gesonderte Abstimmung ein Publikumspreis übergeben, den sich Nikolaus Habjan von der Bühne abholen durfte.

Gedenken an Alexander Lhotzky


 Noch bevor der Publikumspreis vergeben wurde, widmeten alle Anwesenden dem erst kürzlich verstorbenen Schauspieler Alexander Lhotzky eine Schweigeminute. Bekannt für seine Engagements in zahlreichen Kassenschlagern, wie Friedrich Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“ oder Johann Nestroys „Der Zerrissene“, durfte er bereits bei Dorothea Neff persönlich Schauspielunterricht nehmen und galt als fester Bestandteil des Volkstheater Ensembles.


Mitten im Leben-Preis
Im Rahmen der Dorothea-Neff-Preisverleihung wurde auch dieses Jahr wieder der „Mitten im Leben-Preis“ der BAWAG P.S.K. vergeben, der herausragendes humanitäres Engagement auszeichnet. Den mit € 3.000,- dotierten Preis durften die Eheleute Paul und Maria Mensdorff-Pouilly für ihr Projekt Familien Lotse entgegennehmen, mit dessen Erlösen krebskranken Kinder und deren Familien psychologische Betreuung zur Seite gestellt wird. Dank der bisherigen Spenden konnte das Projekt bereits im AKH und im St. Anna Kinderspital umgesetzt werden. Wir gratulieren dem Ehepaar Mensdorff-Pouilly herzlich zu ihrer Auszeichnung und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung ihres Projekts!