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Was sind Sollzinsen?


Sollzinsen, auch als Nominalzinsen bekannt, werden KundInnen für die Aufnahme von Krediten oder für die Ausnutzung eines Rahmens am Girokonto verrechnet. Der Sollzinssatz ist der Preis, den KundInnen ihrer Bank für die Ausleihung von Geld zahlen. Je niedriger der Sollzinssatz, desto höher der Anreiz Geld von der Bank zu leihen, und umgekehrt.

Die Höhe der Sollzinsen hängt von der aktuellen Marktsituation, der Art und Laufzeit  sowie der Höhe der Ausleihung ab.


Sollzins vs. Effektivzins

Der Sollzins beschreibt die reine Verzinsung des Kreditbetrags ohne jegliche Nebenkosten.

Im Gegensatz zum Sollzins werden beim Effektivzins auch Nebenkosten des Darlehens eingerechnet, wie z.B. Bearbeitungsentgelte oder Prämien für eine Ablebensversicherung, die anlässlich der Kreditaufnahme abgeschlossen wird. Somit spiegelt der Effektivzins die tatsächliche Verzinsung des Kreditbetrags wider und dient als interessante Vergleichsgröße unterschiedlicher Kreditprodukte.


Sollzinsen vs. Überziehungszinsen

Umgangssprachlich wird der Begriff Überziehungszinsen oft im Zusammenhang mit einem Sollsaldo am Girokonto verwendet. Tatsächlich werden für die Ausnutzung eines von der Bank eingeräumten Rahmens Sollzinsen verrechnet. Bei der – nicht autorisierten – Überziehung des vereinbarten Limits können zusätzlich Überziehungszinsen auf den übersteigenden Betrag verrechnet werden.


Zinsarten einfach erklärt

Neben Sollzinsen gibt es Habenzinsen auf Bankeinlagen. Speziell für Kreditnehmer ist außerdem interessant, ob es sich bei den Zinssätzen um Nominal- oder Effektivzinssätze handelt. Oftmals fallen auch Begriffe wie Zinseszinsen oder Leitzins. In unserem Glossar finden Sie einfache Begriffsdefinitionen und bessere Antworten auf Ihre Fragen.


Kategorie
Veranlagen , Sparen
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