Firmengeschichte 1882 - 2000Firmengeschichte 1882 - 2000

Firmengeschichte 1882 - 2000

P.S.K. Firmengeschichte (1882−2000)

2000

Erwerb der Aktien der Österreichischen Postsparkasse AG zu 74,82% durch die Bank für Arbeit und Wirtschaft AG (BAWAG) und zu 25,18% durch die KSP Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH. Durch die weitgehende organisatorische Zusammenführung der beiden Institute ist die drittgrößte Bankengruppe Österreichs mit einer Bilanzsumme von fast 45 Mrd. Euro, 5.000 Mitarbeitern/innen, rund 2.000 Outlets und über einer Million Privatkunden entstanden. Die BAWAG P.S.K. Gruppe verfügt nun über den größten zentral gesteuerten Vertrieb Österreichs. 

1997

Der Kooperationsvertrag zwischen P.S.K. und Post, der den Vertrieb von Finanzdienstleistungen der P.S.K. über das Vertriebsnetz der Post regelt, wird unterzeichnet. 

Mit Bescheid erteilt das Bundesministerium für Finanzen der P.S.K.AG die Konzession zur Vergabe von Privatkrediten. Weiters sichert die vorliegende Konzession der P.S.K.AG die Finanzierung von mehrheitlich im Besitz des Bundes stehenden Betrieben. 

Mit der Eintragung der Österreichischen Postsparkasse ins Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien unter FN 158 442d firmiert die P.S.K. ab diesem Zeitpunkt als AG. Die P.S.K. steht im mittelbaren Eigentum der Republik Österreich. Der Bund haftet weiterhin für die Verbindlichkeiten der P.S.K. 

1996

Beschluss des Nationalrates über das Gesetz zur Einbringung der P.S.K. in eine Aktiengesellschaft. 

1976

Die P.S.K. erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an der „Appell Kunden-Kredit Teilzahlungsbank regGenmbH“, die ein Jahr später als „Bank der Österreichischen Postsparkasse AG“ (P.S.K. Bank AG) in eine Vollbank umgewandelt wird. 

1970

Mit 1. Januar tritt das Postsparkassengesetz 1969 in Kraft. Das Institut wird als Anstalt öffentlichen Rechtes mit eigener Rechtspersönlichkeit wiedererrichtet. Bei der Führung der Geschäfte der Österreichischen Postsparkasse ist auf die Geld- und Finanzpolitik der Bundesregierung Bedacht zu nehmen und die OeNB bei den ihr zufallenden Aufgaben auf dem Gebiet der Währungs- und Kreditpolitik zu unterstützen. 

Der Bund übernimmt die Haftung für alle Verbindlichkeiten der P.S.K. Als Gegenleistung hat er Anspruch auf die Hälfte des jährlichen Reingewinns. Das Gesetz bildet den Ausgangspunkt für eine Neukonzeption der Geschäftspolitik im Hinblick auf die Erstellung eines marktorientierten Leistungsangebotes. 

1945

Am 26. April nimmt das Österreichische Postsparkassenamt als erstes Institut Wiens seinen Schalterdienst auf und wird als eine dem Bundesministerium für Finanzen nachgeordnete Dienststelle eingerichtet. 

1938 bis 1945

Die Österreichische Postsparkasse wird als juristische Person aufgelöst. Alle Vermögenswerte werden nach Deutschland transferiert. 

1926

Mit Gesetz vom 28. Dezember erfolgt die Herauslösung des Institutes aus der staatlichen Verwaltung und Einrichtung der Postsparkasse als Anstalt öffentlichen Rechtes mit eigener Rechtspersönlichkeit. 

1919

Nach Ende des Ersten Weltkrieges beschränkt sich die Geschäftstätigkeit des Postsparkassenamtes auf das Staatsgebiet der Republik Österreich. Die Zahl der Postämter reduziert sich von über 7.000 auf rund 2.000. 

1906

Die Postsparkasse bezieht das nach den Plänen von Otto Wagner in zweijähriger Bauzeit fertiggestellte neue Hauptgebäude am heutigen Georg-Coch-Platz. Das Gebäude zählt zu einem der bedeutendsten Architekturdenkmäler des österreichischen Jugendstils. 

Im selben Jahr wird durch Vereinbarung mit ausländischen Korrespondenzbanken der Auslandszahlungsverkehr ausgebaut, nachdem bereits zuvor ein Giroabkommen mit der Österreichisch-Ungarischen Bank sowie entsprechende Verträge mit anderen ausländischen Postsparkassen abgeschlossen worden war. 

1883 / 1884

Ende Oktober des Gründungsjahres wird der Scheckverkehr (bargeldlose Überweisung) eingeführt. Der Postscheckverkehr bedeutet für die damalige Zeit eine umwälzende Innovation, die das Geldwesen in neue Bahnen lenkt. Die Postsparkasse wird zum Mittelpunkt des Zahlungsverkehrs. Von Österreich ausgehend, findet diese Erfindung Georg Cochs in der ganzen Welt Verbreitung. 

1883

Am 12. Januar des Jahres öffnet das „k.k.Postsparcassen-Amt“ im Gebäude des Dominikanerklosters in der Wollzeile zum ersten Mal seine Schalter. Gleichzeitig nehmen nahezu 4.000 Postämter im österreichischen Staatsgebiet der Monarchie den Postsparkassendienst auf. Die Gründungsidee war die Verbreitung des Sparens in möglichst weiten Bevölkerungskreisen, die Gewährleistung der Sicherheit der Einlagen durch Staatshaftung sowie die Bereitstellung wichtiger Finanzierungsmittel für den Staat. 

1882

Am 28. Mai wird im Reichsrat der Gesetzentwurf „betreffend die Einführung von Postsparcassen in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern“ verabschiedet. Die Regierungsvorlage wurde von Dr. Georg Coch, dem Begründer und ersten Direktor des Amtes, ausgearbeitet.