Firmengeschichte BAWAG P.S.K. 2005−2010Firmengeschichte BAWAG P.S.K. 2005−2010
BAWAG P.S.K. Firmengeschichte (2005–2010)
2010
Änderungen im Vorstand
Im Dezember 2009 erklärt Joseph Laughlin seinen Rücktritt mit Jahresende 2009. Ihm folgt mit 1. Januar 2010 Sanjay Sharma als Chief Operating Officer. Sanjay Sharma konnte langjährige Erfahrung bei der Barclays Bank plc sammeln und ist seit August 2008 bei der BAWAG P.S.K. als Managing Director für Operations tätig.
Carsten Samusch, der seit August 2007 für den Bereich Treasury verantwortlich war, erklärt im Januar 2010, dass er aus privaten Gründen nicht um eine Verlängerung seines im Mai 2010 auslaufenden Vertrages ersuchen wird.
2009
Änderungen im Vorstand
Vorstandsvorsitzender David Roberts erklärt aus gesundheitlichen Gründen Ende August 2009 seinen Rücktritt mit Wirkung vom 15. September 2009. Zu seinem Nachfolger wird Byron Haynes ernannt, welcher seit August 2008 Vorstandsmitglied der Bank ist.
Änderungen im Aufsichtsrat
Im Juli 2009 legt Mike Rossi sein Mandat als Aufsichtsratsmitglied zurück. Am 27. Juli 2009 wird Cees Maas, zuvor Chief Financial Officer, Chief Risk Officer und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der ING Group NV, zum Mitglied des Aufsichtsrates der BAWAG P.S.K. bestellt.
Nach dem Ausscheiden des Aufsichtsratsvorsitzenden Wulf von Schimmelmann am 15. Oktober 2009 wird Cees Maas zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.
Nachdem der stellvertretende Vorsitzende Dan Wolf im Dezember seinen Rücktritt als Aufsichtsratsmitglied bekannt gegeben hat, wird Scott Parker mit Wirkung vom 15. Dezember 2009 als Mitglied des Aufsichtsrates bestellt. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wird Pieter Korteweg gewählt.
Kapital- und Garantieleistungen der Republik Österreich und der Aktionäre
Zwischen der BAWAG P.S.K., ihren Aktionären und der Republik Österreich wird im April 2009 eine Grundsatzvereinbarung über eine Kapitalerhöhung sowie eine Garantie der Republik Österreich für bestimmte Aktiva erzielt. Das Vertragswerk steht im Einklang mit den Zielen des Finanzmarktstabilitätsgesetzes und enthält die Zeichnung von seitens der BAWAG P.S.K. ausgegebenem Partizipationskapital durch die Republik Österreich im Ausmaß von 550 Mio. Euro sowie eine Garantie der Republik Österreich für bestimmte Aktiva in der Höhe von maximal 400 Mio. Euro bis zum 30. Juni 2014. Darüber hinaus leisten die Eigentümer im August 2009 einen Zuschuss von insgesamt 205 Mio. Euro.
Am 22. Dezember 2009 erfolgt die vorläufige Genehmigung („Pre-Approval“) der Beihilfe durch die EU-Kommission. In der Folge werden die Verträge von der Bank, den Aktionären und der Republik Österreich unterzeichnet. Dabei hat sich die BAWAG P.S.K. unter anderem verpflichtet, in den nächsten drei Jahren den österreichischen Klein- und Mittelbetrieben sowie österreichischen Haushalten Kredite in einem Gesamtvolumen von 1,7 Mrd. Euro zusätzlich zur bisherigen Finanzierungsleistung zur Verfügung zu stellen.
Die Genehmigung der EU-Kommission ist auf sechs Monate befristet. In dieser Zeit wird die Kommission die von der Republik Österreich übermittelten und zusätzlich angeforderten Unterlagen und Informationen genau prüfen, bevor sie eine finale Entscheidung trifft.
Für 2009 steht dem Bund sowohl ein Garantieentgelt als auch eine Halbjahresdividende (9,3 % p.a.) auf das Partizipationskapital zu. Die Dividende wird nach Genehmigung durch die ordentliche Hauptversammlung, welche über das Wirtschaftsjahr 2009 beschließt, ausgeschüttet werden. Die Garantiegebühr wird Anfang 2010 gezahlt.
Änderungen im Beteiligungsportfolio
Die SPARDA Bank Aktiengesellschaft wird rückwirkend zum 30. Juni 2008 auf die BAWAG P.S.K. mittels „Upstream Merger“ verschmolzen. Die Marke „SPARDA Bank“ bleibt erhalten.
Im Mai 2009 wird die Abspaltung des Retailgeschäftes aus der Österreichischen Verkehrskreditbank (ÖVKB) und die Verschmelzung dieses Geschäftszweiges in die BAWAG P.S.K. beschlossen.Die Abspaltung wird mit 1. Oktober 2009 wirksam.
Hintergrund und Motivation für die Verschmelzung war die Ausschöpfung von Synergien vor allem im Privatkundengeschäft der BAWAG P.S.K. Gruppe sowie der Zugang zu den sehr attraktiven Bahnhofsstandorten der ÖVKB für alle Privatkunden der Bankengruppe.
2008
Das Jahr 2008 beginnt mit einem Wechsel an der Spitze der Bank. David Roberts löst Univ.-Prof. Ewald Nowotny als neuer CEO der BAWAG P.S.K. ab. Dr. Nowotny wechselt in den Aufsichtsrat der Bank.
Das erste Halbjahr 2008 steht ganz im Zeichen der effizienten Umsetzung der neuen Strategie der BAWAG P.S.K. Das operative Ergebnis zeigt bereits erste positive Auswirkungen des Modernisierungsprogrammes unseres Kernbankengeschäftes, dem Privatkunden- und dem Kommerzgeschäft. Auch die Verstärkung des Vorstandes dient diesem Zweck: Mit Regina Prehofer (Chief Executive für das Österreichgeschäft) und Byron Haynes (Chief Financial Officer) ist man nun noch besser für die kommenden Herausforderungen gerüstet.
Die ersten positiven Auswirkungen sind ermutigend: Das Kundenvertrauen ist gestiegen, das Kundengeschäft gewinnt an Dynamik, die Imagewerte der Bank liegen deutlich im Aufwärtstrend und neben 50.000 neuen Girokonten kann sich die Bank auch über die Erhöhung der Spareinlagen im ersten Halbjahr um € 237 Mio. freuen.
2007
Ein erfolgreicher Neubeginn
Auch 2007 ist für die BAWAG P.S.K. ein bewegtes Jahr. Am 15. Mai 2007 wird die Bank von einem Konsortium unter der Führung von Cerberus Capital Management L.P. übernommen. Der erfolgreiche Verkauf beendet ein schwieriges Kapitel in der Geschichte der Bank. Der Eigenkapitalzuschuss der neuen Eigentümer ersetzt die Haftung der Republik Österreich für die BAWAG P.S.K., wodurch kein einziger Euro öffentlicher Gelder aufgewendet werden muss.
Nach dem Eigentümerwechsel wird eine neue Strategie ausgearbeitet, mit deren Umsetzung umgehend begonnen wird. Ziel dieser neuen Positionierung ist die deutliche Verbesserung der Ertragskraft der BAWAG P.S.K. So werden rund 250 Millionen Euro in die Neuausrichtung des österreichischen Retail-, Firmenkunden- und Großkunden-Geschäftes investiert. Zentraler Punkt ist dabei die Kombination aus hervorragendem Service und zielgerichteter Produktentwicklung zur Steigerung des Kundennutzens.
Im Herbst 2007 erfolgt ein erfolgreicher Neustart mit Logoänderung und Relaunch der Marke BAWAG sowie ein Upgrading der Marke P.S.K. zu PSK BANK.
2006
Nach dem Zusammenbruch von Refco bringt eine Sammelklage aus den USA die BAWAG P.S.K. in schwere Turbulenzen. Eine Garantie der Republik Österreich stabilisiert die Bank wieder und ermöglicht eine Fortführung der Geschäfte im bisherigen Umfang. Die zuständigen Gremien des BAWAG P.S.K. Eigentümers ÖGB beschließen, die gesamten Anteile an der BAWAG P.S.K. an ein Konsortium um die US-Investmentgesellschaft Cerberus unter Einbindung von österreichischen Partnern, wie Generali, Wüstenrot, Post sowie einer privaten Industriellengruppe um Dr. Hannes Androsch zu verkaufen. Damit beginnt eine neue Ära in der Geschichte der BAWAG P.S.K. Gemeinsam mit Accenture wird eines der größten Banken IT-Projekte Europas erfolgreich abgeschlossen. In über 1.500 Filialen von BAWAG P.S.K. und Post werden die Kundinnen und Kunden auf einer gemeinsamen IT-Plattform serviciert.
2005
BAWAG und P.S.K. fusionieren per 1.1.2005. Die fusionierte Bank wird unter dem Firmennamen „BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft“ (kurz: BAWAG P.S.K.) geführt. Ein an den amerikanischen Terminhändler Refco vergebener Großkredit, der sich als uneinbringlich herausstellt, führt zu einem Wechsel an der Spitze des Vorstandes. Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny wird per 1.1.2006 neuer Generaldirektor der BAWAG P.S.K.
