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Volkstheater

Preisträger 2010/11 im Volkstheater sind: Thomas Birkmeir, Thomas Kamper und Arne Gottschling – neuer „MITTEN IM LEBEN-Preis“ an Ute Bock

Mit der Umwidmung des Karl Skraup-Preises in Dorothea Neff-Preis würdigt das Volkstheater gemeinsam mit der BAWAG PSK eine große und couragierte Künstlerin, die sowohl durch ihre Menschlichkeit als auch durch ihre künstlerische Bedeutung ein großes Beispiel unserer Zeit ist. Michael Schottenberg: „Dorothea Neff war nicht nur eine der bedeutendsten Schauspielerinnen unseres Hauses – als Mensch war sie eine der „stillen Heldinnen“ unseres Landes.“ Sie ist eine Galionsfigur der deutschsprachigen und speziell der österreichischen Theatergeschichte.

Die Verleihung der BAWAG PSK-Volkstheater Künstlerpreise

Die Verleihung des ersten Dorothea Neff-Preises fand am 21. Oktober abends im Anschluss an die Vorstellung von Felix Mitterers „Du bleibst bei mir“ im Volkstheater statt. Es moderierte Barbara Rett.

Regisseur Thomas Birkmeir, der erstmals am Volkstheater inszenierte, wurde für Harold und Maude von Colin Higgins in der Kategorie „Beste Regie“ ausgezeichnet.

Der Preis für die „Beste schauspielerische Leistung“ ging an Thomas Kamper, der seit 2007 dem Ensemble angehört. Seine Rollen 2010/11: Klaus Maria Maus/Herr von Scheitermann (Der Zettelträger Papp/Frühere Verhältnisse), Alpenkönig (Der Alpenkönig und der Menschenfeind), Chorführer (Antigone), David O. Selznick (Mondlicht und Magnolien).

Neuer Nachwuchspreisträger ist der 26-jährige Arne Gottschling, der vor allem als Chadwick Meade in der österreichischen Erstaufführung Punk Rock und für seine solistische Leistung als Momo in „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ Anerkennung fand. Weitere Rollen: Mann 2 (Illegal), Der Kümmerliche (Herr Puntila und sein Knecht Matti).

Zum eindeutigen Publikumsliebling wurde Marcello de Nardo gewählt. An 73 Abenden war der Charakterdarsteller auf der Volkstheater-Bühne in drei großen Rollen zu erleben.

Als hinreißender Puntila in Brechts „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ (Regisseur Thomas Schulte-Michels) erhält er am 14.11. den NESTROY 2011 in der Kategorie „Beste Ausstattung“), in der österreichischen Erstaufführung 33 Variationen“ als Beethovens Adlatus Anton Schindler und in dem Südstaatendrama „Baby Doll“ überzeugte er im Spiel mit Katharina Straßer als heißblütiger sizilianischer Manager Silva Vacarro.
Marcello de Nardo steht auch als Volkstheater-Kandidat für den Publikumspreis beim Wiener Theaterpreis NESTROY 2011 im Rennen (Wahl bis 9.11. unter www.nestroypreis.at) und wurde außerdem für die NESTROY-Kategorie „Bester Schauspieler“ nominiert. Ab Dezember wird Marcello de Nardo in Brechts „Die Dreigroschenoper“ als Macheath zu sehen sein.

(v.l.): Preisträger Thomas Kamper, Nachwuchspreisträger Arne Gottschling, künstl. Direktor Michael Schottenberg, Preisträgerin Ute Bock, VDir. Christoph Raninger, Publikumsliebling Marcello de Nardo und Preisträger Thomas Birkmeir

Der analog den Ensemblepreisen mit 3.000 EUR dotierte MITTEN IM LEBEN-Preis wurde von der BAWAG PSK in Erinnerung an das humanitäre Engagement von Dorothea Neff gestiftet und wird in Zukunft jährlich an eine für ihre Verdienste im sozialen und humanitären Bereich anerkannte Persönlichkeit verliehen.

Die erste Auszeichnung im Jahr 2011 geht an Ute Bock für ihr außerordentliches Engagement für Flüchtlinge aus aller Welt. Ute Bock (*1942) ist eine der bekanntesten Sozialarbeiterinnen Wiens, die ihr Leben in den Dienst von Asylwerbern und Migranten gestellt hat. Sie ist inzwischen zu einer Person von nationalem Interesse geworden und hat durch ihren persönlichen Einsatz eine große Gruppe von Sympathisanten und Unterstützern gewonnen.

VDir. Christoph Raninger mit Ute Bock bei der Verleihung des ersten „MITTEN IM LEBEN-Preises"

VDir. Christoph Raninger: „Wir freuen uns, dass wir die erste Auszeichnung dieser Art an Ute Bock für ihren außerordentlichen Einsatz für Flüchtlinge aus aller Welt überreichen können. Für uns ist Ute Bock eine würdige Gewinnerin des ersten MITTEN IM LEBEN-Preises der BAWAG PSK für herausragendes humanitäres Engagement.“

Die Auswahl der Preisträger erfolgt auch in den nächsten Jahren durch Vertreter der Bank sowie des Volkstheaters Wien, das sich seit langem in sozialen und gesellschaftspolitischen Fragen engagiert. Mit dieser neuen Zusammenarbeit wird die langjährige erfolgreiche Sponsoring-Partnerschaft zwischen dem Volkstheater und der BAWAG PSK weiter gefestigt. Mit der Finanzierung des neuen Preises bekennt sich die BAWAG PSK zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und ihrem Engagement im Sozialbereich als eine der wichtigsten Säulen im Sponsoring der Bank.

Die hochkarätige Fachjury 2010/11
APA (Wolfgang Huber-Lang), Bühne (Lothar Schreiner), Der Standard (Ronald Pohl), Die Furche (Julia Danielczyk), Die Presse (Barbara Petsch), Die Virtuelle (Hannelore Halper), Kronen Zeitung (Thomas Gabler), Kleine Zeitung (Reinhold Reiterer), Kurier (Michaela Mottinger), News (Susanne Zobl), Ö1 (Aktuelle Kultur), Vorarlberger Nachrichten (Renate Wagner-Wesemann), Salzburger Nachrichten (Hedwig Kainberger), Eva Maria-Klinger

Weitere Infos unter: www.volkstheater.at.

Die Fotos wurden von „fotopalffy" zur Verfügung gestellt.