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Halbjahresergebnis 2011 - BAWAG P.S.K. knüpft an das erfolgreiche Jahr 2010 anHalbjahresergebnis 2011 - BAWAG P.S.K. knüpft an das erfolgreiche Jahr 2010 an

Halbjahresergebnis 2011 - BAWAG P.S.K. knüpft an das erfolgreiche Jahr 2010 an ( 25.08.2011)

Halbjahresergebnis 2011 - BAWAG P.S.K. knüpft an das erfolgreiche Jahr 2010 an

Halbjahresergebnis 2011 in Höhe von 91,6 Mio EUR 

Gezielte Investitionen in ein nachhaltiges Wachstum 

Trotz eines schwierigen makroökonomischen Umfelds konnte die  BAWAG P.S.K. im ersten Halbjahr 2011 den positiven Trend des Vorjahres weiter fortsetzen und ein wirtschaftliches Ergebnis erzielen, das sowohl über den Planwerten wie auch über jenem des Vorjahres liegt. Die BAWAG P.S.K. erwirtschaftete mit einem Gewinn vor Steuern und Bankenabgabe von 91,6  Mio EUR ein solides Halbjahresergebnis, das bereits zwei Drittel des Gewinns vor Steuern von 138,1 Mio EUR  für das volle Geschäftsjahr 2010 beträgt. Dazu trugen insbesondere der Anstieg der Erträge aus dem Kernbankengeschäft um fast 5%, stabile operative Aufwendungen und weiter gesunkene Risikokosten bei. Gleichzeitig wurden im 1.Halbjahr 2011 gezielt Investitionen in Höhe von 44 Mio EUR getätigt (Gesamtbudget 100 Mio EUR). Diese beinhalten Investitionen zum Aufbau einer nachhaltigen Profitabilität in allen Geschäftsbereichen, die Fortsetzung unserer Investitionen in das Produktivitäts- und Effizienzverbesserungsprogramm sowie Investitionen, die durch neue regulatorische Vorschriften erforderlich werden. 

Gezielte Investitionen unterstützen nachhaltiges Wachstum

  • Ein-Marken-Strategie: Mit Anfang März 2011 wurden die bisher bestehenden starken Vertriebsmarken BAWAG und PSK BANK sukzessive zusammengeführt. Die BAWAG P.S.K. tritt im Rahmen ihrer Ein-Marken-Strategie im Retail-Geschäft mit neuem Logo, neuem Slogan („Mitten im Leben“) und neuer Positionierung auf. Unter dem Motto „Mitten im Business“ ist für unsere Firmen- und Geschäftskunden sowie Financial Markets Kunden eine ähnliche Kampagne für das zweite Halbjahr geplant.

  • Filial-Offensive: Die BAWAG P.S.K. wird bis Ende 2012  insgesamt 100 Mio EUR in die Stärkung und  Erweiterung des Vertriebnetzes um rund 300 auf 520 Bank-Standorte investieren. Bis Ende Juli 2011 konnten über 130 Filialen neuen Typs eröffnet werden. Das neue Filialkonzept wird von den Kunden sehr gut aufgenommen.

  • Produktharmonisierung: Mit der Einführung der Ein-Marken-Strategie Anfang März fiel gleichzeitig auch der Startschuss für die Harmonisierung der bisherigen Produktangebote. Die harmonisierte Produktpalette zeichnet sich durch einheitliche Entgelte und Konditionen, einheitliche aussagekräftige Produktnamen und die Verfügbarkeit in ganz Österreich aus. Als erstes Beispiel für die gelungene Produktharmonisierung ist die KontoBox zu nennen, ein Konto-Paket, das in drei Produkt-Varianten für unterschiedliche Kundensegmente als Kombination eines Gehalts- oder Pensionskontos mit einem attraktiv verzinsten Anlagekonto und interessanten Zusatzservices angeboten wird.

  • Multikanal-Bank durch verbessertes eBanking: Um „immer und überall“ erreichbar zu sein, bietet die Bank sowohl ein dichtes Filial- als auch ein online-basierendes Servicenetz an, das alle Kundenanforderungen abdeckt. Seit Mitte Juli 2011 bieten die BAWAG P.S.K. und ihre Direktbank-Tochter easybank nun ein deutlich verbessertes eBanking an, das sich neben seiner Benutzerfreundlichkeit durch ein modernes, klares Design mit vielen Funktionen zur weiteren Erhöhung der Sicherheit auszeichnet. Durch persönliche Filialbetreuer, mobile Berater, das Kunden Service Center für telefonische Anliegen und das neue eBanking setzt die BAWAG P.S.K. ein starkes Signal als Multikanal-Bank.

  • Business Solution Partner: Mit dem „Business Solution Partner“ -Konzept setzte die BAWAG P.S.K. im 1.Halbjahr 2011 auch im Kommerzkundenbereich ihre Offensive fort. Unter dem Motto „One Face to the Customer“ steht nunmehr ein einziger zentraler Ansprechpartner unserem Corporate Business-Kunden als kompetenter Berater für die Erstellung ganzheitlicher und individueller Finanzlösungen zur Verfügung. Mit den Business Solution Partnern bezieht die BAWAG P.S.K. in der Betreuung und Beratung bedürfnisorientiert die gesamte Expertise des für den Corporate-Kunden relevanten Banken-Know-Hows ein. Ein weiterer Fokus lag auf der Verbesserung der Produktpalette, zum Beispiel durch Investitionen in ein neues innovatives Finanzmanagement-Tool (BAWAG P.S.K. „Finance Cockpit“) sowie durch den Ausbau der  Projektfinanzierungen.

  • Internationales Geschäft: Darüber hinaus setzte die BAWAG P.S.K. auf einen selektiven Ausbau ihres internationalen Geschäftes, das aus den beiden Bereichen International Corporates und International Commercial Real Estate besteht. Im 1.Halbjahr 2011 wurde in die Ausweitung des Geschäftes und den weiteren Ausbau der Kompetenzen und Marktkenntnisse investiert. Per Ende Juni 2011 betrug der Buchwert dieser  Investments ca. 2,0 Mrd. EUR. Beide Bereiche zeigten in der Berichtsperiode eine gute Performance.

  • Fortsetzung des Effizienz- und Produktivitätssteigerungsprogramms:Wie geplant setzte die BAWAG P.S.K. ihre Investitionen in die Verbesserung der Produktivität und die Effizienz der Prozesse auch im 1.Halbjahr 2011 unverändert fort, wodurch die Bearbeitungsdauer („time-to-market“) und das Kundenservice deutlich verbessert werden konnten.

  • Umsetzung regulatorischer Anforderungen: Im 1.Halbjahr 2011 konnten zahlreiche Projekte und Investitionen, die sich aus der Änderung gesetzlicher Vorschriften ergeben, abgeschlossen werden. Dies beinhaltet auch die Vorbereitung unserer Systeme auf die Einführung der Kursgewinnsteuer und die Finalisierung des SEPA-Projektes.

Unsere Erfolge im 1.Halbjahr 2011 im Überblick:

Privat- und Geschäftskunden:

  • Zuwachs bei Privatkonten und Bausparverträgen

    36.300 neu eröffnete Privatkonten

    23.600 neu abgeschlossene Bausparverträge

  • Erfolgreiche Wiederveranlagung von 1,2 Mrd EUR an abreifenden Kapitalsparbüchern

  • Zuwachs bei „Sparkarten“ und Direktsparen im 1.Halbjahr 2011 um 30% 1,3 Mrd EUR

  • Zuwachs im Neukreditgeschäft für Privatkunden um 5,7%

  • BAWAG P.S.K. Versicherung:

    Erfreulicher Absatz bei Lebensversicherungen mit laufender Prämie: Zuwachs bei Prämieneinkünften von 3,8 % gegenüber dem Vorjahr liegt  wiederholt deutlich über dem Gesamtmarkt (+2,7 %)

    Besonders hohe Nachfrage nach Ansparprodukten für die private Altersvorsorge

  • easybank:

    Servicierung von 350.000 Konten

    Steigerung der Bilanzsumme per 30. Juni 2011 von 1,7  Mrd EUR auf rd. 2,0 Mrd. Euro (+17%)

    Auszeichnung mit dem Recommender Award für „exzellente Kundenorientierung“ in der Kategorie Regional- und Spezialbanken

Corporates & Financial Markets:

  • Marktanteil Public Sector 12,7%

  • Steigerung der Unternehmenskredite um 8% deutlich über Marktwachstum von 1,6%.

  • Ebenso Zunahme der Neukredite im 1.Halbjahr 2011 um 17%  deutlich gegen den Marktrend (Rückgang um 7%).

  • Corporate Bonds: Mitwirkung an allen Emissionen am österreichischen Markt als Co-Lead-Manager im 1.Halbjahr 2011

  • BAWAG P.S.K. Leasing:

    Steigerung des Vertragsbestand um knapp 5%

    Ausbau des Marktanteils bezogen auf Verträge auf 9%

    Maßgeblicher Treiber des Neugeschäfts: Kfz-Leasing mit einem Plus 11,8% an Neuverträgen

Gestärkte Kapital- und Liquiditätsposition 

Trotz umfangreicher Investitionen konnte die Bank durch diszipliniertes Kapitalmanagement und die Reduktion der risikogewichteten Aktiva bei gleichzeitiger Verbesserung der Profitabilität ihre Kapitalposition weiter stärken. 

Die Tier 1 Quote der Gruppe bezogen auf das Kreditrisiko betrug 10,9% und konnte gegenüber 9,0% im Juni 2010 deutlich verbessert werden. Die Tier 1 Quote der Gruppe (bezogen auf das Gesamtrisiko) betrug 9,5%. Auch hier konnte eine wesentliche Verbesserung gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres (8,0%) erzielt werden. Die Kapitalquoten  liegen deutlich über dem gesetzlichen Mindesterfordernis. Die Bank ist auf die neuen Kapitalvorschriften von Basel III gut vorbereitet und erreicht bereits 2011 die Basel III Kriterien. Wir sind zuversichtlich, diese Kriterien auch zum Zeitpunkt ihrer Implementierung im Jahr 2013 zu erfüllen.

Die regulatorische Liquidität zum 30. Juni 2011 von 5,8  Mrd EUR war weiterhin hoch (30. Juni 2010: 4,6 Mrd EUR). Die Bank ist auch 2011 in der Lage ihr derzeitiges Aktivportfolio ohne weitere Mittelaufnahme an den Kapitalmärkten unter Einhaltung aller regulatorischen Grundsätze zu refinanzieren. 

Im Berichtszeitraum hat die BAWAG P.S.K. an den jährlichen Stress Tests der Oesterreichischen Nationalbank teilgenommen, den die Bank komfortabel bestanden hat. Diese Stress Tests waren denen der Europäischen Bankenaufsicht („EBA“) sehr ähnlich und wurden im selben Zeitraum durchgeführt. 

Nachhaltig verbesserte Performance – Nettogewinn 79 Mio EUR 

Trotz des schwierigen Marktumfelds mit niedrigem Zinsniveau konnte eine nachhaltige Verbesserung der Profitabilität unserer Geschäftsfelder erzielt und unsere wirtschaftliche Performance auf eine solide Basis gestellt werden. 

Das 1.Halbjahr 2011 war weiterhin durch einen intensiven Wettbewerb im Inland und anhaltenden Druck auf die Margen geprägt. Dennoch konnten wir unsere Erträge aus dem Kernbankengeschäft (Basiserträge) von 393,7 Mio EUR um rund 5% auf 411,8 Mio EUR steigern. Der Nettozinsertrag lag mit 322,4 Mio EUR im ersten Halbjahr 2011 um 4,2% oder 13,1 Mio EUR über dem entsprechenden Wert des Vorjahres. Diese Verbesserung gelang aufgrund der Erhöhung der Profitabilität unserer Geschäftsfelder im Inland als auch durch den selektiven Ausbau unserer Tätigkeit im internationalen Geschäft. Das Provisionsergebnis stieg um 5,9% auf 89 Mio EUR. 

Die operativen Erträge für das erste Halbjahr 2011 lagen insgesamt bei 479,5 Mio EUR. 

Das straffe Kostenmanagement der Bank zeigt weiterhin zufrieden stellende Ergebnisse. Trotz wesentlicher Investitionen im ersten Halbjahr 2011 lag der operative Aufwand (ohne Bankenabgabe) bei 309,2 Mio EUR, was in etwa dem Vergleichswert des Vorjahres entspricht. Diese Entwicklung zeigt die positive Auswirkung unseres Effizienzsteigerungsprogramms, das 2010 gestartet wurde und im laufenden Jahr weiter konsequent umgesetzt wird. 

Die Bankenabgabe beträgt für das im 1.Halbjahr 2011 10,2 Mio EUR. Darüber hinaus zahlt die BAWAG P.S.K. für das gesamte Geschäftsjahr einen Kupon von 51,2 Mio EUR auf das Partizipationskapital an die Republik Österreich. 

Die Cost/Income Ratio ist seit Dezember 2010 fast unverändert und errechnet sich mit 64,5%. 

Gewinn- und Verlustrechnung in  Mio EUR

 1-6/2011

 1-6/2010

 Veränderung

Nettozinsertrag

322,4

309,3

13,1

4,2%

Provisionsüberschuss

89,4

84,4

5,0

5,9%

Basiserträge

411,8

393,7

18,1

4,6%

Handelsergebnis

58,6

130,4

-71,8

-55,1%

Sonstige Erträge

9,1

8,7

0,4

4,6%

Operative Erträge

479,5

532,8

-53,3

-10,0%

Verwaltungsaufwand

278,7

276,0

2,7

1,0%

Abschreibungen

30,5

34,2

-3,7

-10,8%

Operative Aufwendungen

309,2

310,2

-1,0

-0,3%

Operatives Ergebnis

170,3

222,6

-52,3

-23,5%

Risikokosten

-78,9

-110,3

31,4

-28,5%

Bewertungsergebnis  Beteiligungen at equity

0,2

-4,9

5,1

>+100%

Jahresüberschuss

vor Bankenabgabe und Steuern

91,6

107,4

-15,8

-14,7%%

Bankenabgabe

-10,2

0,0

-10,2

n/a

Jahresüberschuss vor Steuern

81,4

107,4

-26,0

-24,2%

Steuern vom Einkommen

-0,9

-9,0

8,1

90,0%

Fremdanteile

-2,0

-1,6

-0,4

-25,0%

Nettogewinn

78,5

96,8

-18,3

-18,9%

Auch im 1.Halbjahr 2011 setzte die BAWAG P.S.K. weitere Schritte zur Risikoüberwachung des aus den Jahren 2003–2005 stammenden strukturierten Kreditportefeuilles. Das Portfolio wurde nach wesentlichen Reduktionen in den letzten zweieinhalb Jahren (Verkäufe, Restrukturierungen und Hedging) weiter abgebaut. Per 30.06.2011 betrug der IFRS-Buchwert 697 Mio EUR im Vergleich zu 842 Mio EUR zum Jahresultimo 2010. Durch Tilgungen und Verkäufe konnten Buchgewinne von 19 Mio EUR realisiert werden. Positive Marktwertveränderungen führten zu einem positiven Bewertungsergebnis von 9 Mio EUR. 

Die BAWAG P.S.K. konnte das vierte Jahr in Folge  ihren Wertberichtigungsbedarf weiter reduzieren. Die Gesamtrisikokosten betrugen 78,9 Mio EUR und lagen um 28% unter dem Wert des ersten Halbjahres 2010 (110,3 Mio EUR). Der Rückgang dieser Position spiegelt das weiterhin relativ konservative Risikoprofil des Kreditportfolios der Bank wider. Für das strukturierte Kreditportefeuille waren im 1.Halbjahr 2011 keine Abschreibungen erforderlich. 

Der Gewinn vor Steuern (ohne Bankenabgabe) von 91,6 Mio EUR, welcher im ersten Halbjahr 2011 erzielt werden konnte, ist im Vergleich mit dem Gewinn vor Steuern für das volle Wirtschaftsjahr 2010 von 138,1 Mio EUR durchaus zufrieden stellend. Damit konnte die BAWAG P.S.K. in den ersten sechs Monaten 2011 bereits zwei Drittel des Jahresgewinnes von 2010 erwirtschaften. 

Auch der erfreuliche Vergleich des Nettogewinnes des ersten Halbjahres 2011 von 78,5 Mio EUR  (inklusive der Bankenabgabe) mit dem Nettogewinn für das volle Wirtschaftsjahr 2010 von 121,8 Mio EUR  (im Jahr 2010 war keine Bankenabgabe fällig) bestätigt das Geschäftsmodell unserer Bank. 

AKTIVA 

Die Bilanzsumme lag per 30. Juni 2011 mit 40,0 Mrd EUR um 1,5 Mrd EUR oder 3,8% über dem Wert des Jahresultimo 2010, im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg der Schuldtitel und der Forderungen gegenüber Kreditinstituten um 941 Mio EUR oder 61,6%. 

AKTIVA in Millionen Euro

 30.06.2011

 31.12.2010

 Veränderung

Barreserve

710

511

199

38,9%

Finanzielle

Vermögensgegenstände

10.468

10.855

-387

-3,6%

Kredite und

Forderungen

27.877

26.173

1.704

6,5%

davon Schuldtitel

3.014

2.358

656

27,8%

davon Kunden

22.395

22.288

107

0,5%

davon Kreditinstitute

2.468

1.527

941

61,6%

Sachanlagen

200

219

-19

-8,7%

Immaterielle

Vermögensgegenstände

202

229

-27

-11,8%

Sonstige

Vermögensgegenstände

526

514

122

2,3%

Aktiva

40.007

38.556

1.451

3,8%

Durch planmäßige Tilgungen und Verkäufe sind die Finanziellen Vermögensgegenstände um 387 Mio EUR oder 3,6% auf 10,5 Mrd EUR gesunken.

Die Position Kredite und Forderungen enthält jene Aktivgeschäfte mit Kunden und Kreditinstituten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind. Diese Position konnte im 1.Halbjahr 2011 einen erfreulichen Anstieg um 1,7 Mrd. EUR oder 6,5% auf 27,9 Mrd EUR verzeichnen. 

Die Forderungen an Kunden stiegen im ersten Halbjahr 2011 leicht an und erhöhten sich um 107 Mio EUR auf 22,4 Mrd EUR. Die Zunahme ist auf die Ausweitung von Krediten an Unternehmenskunden um 8% zurückzuführen, die deutlich über Marktwachstum von 1,6% liegt. Die Zunahme an  Unternehmens-Neukredite entwickelte sich im 1.Halbjahr 2011 mit einem Plus von 17% ebenfalls deutlich gegen den Marktrend (Rückgang um 7%). Das Privatkredit-Neugeschäft erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 5,7%. 

Das Exposure der Bank gegenüber hoch defizitären EU-Ländern ist von 53 Mio EUR infolge einer außerplanmäßigen Abschreibung der Positionen des Staates Griechenland auf 43 Mio EUR per 30.06.2011 zurückgegangen und weiterhin relativ gering. Die BAWAG P.S.K. geht davon aus, dass die weitere Entwicklung der Schuldenkrise unbedeutende Auswirkungen auf das Kapital der Bank haben werden. 

PASSIVA 

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen um 410 Mio EUR oder 1,9% auf 22,1 Mrd EUR. Der Bank gelang es, abreifende Kapitalsparbücher in Höhe von 1,2 Mrd EUR erfolgreich wieder zu veranlagen. Dem allgemeinen Trend entsprechend kam es bei den Spareinlagen zu einem Rückgang um 245 Mio EUR, der jedoch durch einen Anstieg des Sparkartenvolumens um 295 Mio EUR mehr als ausgeglichen wurde. Zusammen mit den zu Marktwert  bewerteten Anlageprodukten beliefen sich die Spar- und Anlageeinlagen zum 30. Juni 2011 auf 12,9 Mrd EUR, was rund einem Drittel der Bilanzsumme entspricht. Bei den sonstigen Einlagen (inklusive Sparkarten) konnte ein Zuwachs um 655 Mio EUR auf 9,4 Mrd EUR erzielt werden. 

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 573 Mio EUR oder 26,0% auf 2,8 Mrd EUR. 

Die Eigenen Emissionen erhöhten sich um 194 Mio EUR oder 4,7% auf 4,3 Mrd EUR, was insbesondere auf die Neuemission von Anleihen im Retailbereich zurückzuführen ist. 

PASSIVA in Millionen Euro

 30.06.2011

 31.12.2010

 Veränderung

Finanzielle

Verbindlichkeiten

36.603

35.194

1.409

4,0%

Zu fortgeführten

Anschaffungskosten

29.200

28.023

1.177

4,2%

davon: Kunden

22.143

21.733

410

1,9%

davon: Kreditinstitute

2.778

2.205

573

26,0%

davon: Emissionen

4.279

4.085

194

4,7%

Rückstellungen

437

436

1

0,2%

Sonstige

Verbindlichkeiten

481

462

19

4,1%

Eigenkapital

2.025

2.016

9

0,4%

Nicht beherrschende

Anteile

377

370

7

1,9%

Passiva

40.007

38.556

1.451

3,8%

Ausblick 

In der zweiten Jahreshälfte 2011 erwarten wir, dass die österreichische Volkswirtschaft von den aktuellen Marktturbulenzen und der beschleunigten Inflation beeinflusst sein wird. Dies könnte die Entwicklung der real verfügbaren Haushaltseinkommen dämpfen und zu einer weiteren Verringerung der Sparquote führen. Dennoch gehen die aktuellen Prognosen weiterhin von einem leichten Wachstum der österreichischen Wirtschaft aus. 

Das Geschäftsklima und das Konsumentenvertrauen, die in der ersten Jahreshälfte auf einem sehr hohen Niveau waren, wurden von diesen Entwicklungen ebenfalls etwas beeinflusst. Die österreichische Wirtschaft wird weiterhin externen Schocks, wie beispielsweise der anhaltenden Staatsschuldenkrise, ausgesetzt sein. 

Die BAWAG P.S.K. wird sich weiterhin auf ihre Geschäftsfelder Privat- und Geschäftskunden und Firmenkunden konzentrieren und wird die Umsetzung ihrer Investitionsprogramme zur Unterstützung des Wachstums des Kundengeschäftes fortsetzen.

Presseaussendung Halbjahresergebnis 2011

Präsentation Halbjahresergebnis 2011

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